Donnerstag, 16.04.2026 , 19:00
Cinephilo - Die treibende Kraft - Filmgespräch mit Regisseur Klaus Peter Karger
Homepage
kulturzentrum-linse.deBeschreibung
Der Dokumentarfilm „Die Treibende Kraft“ ist ein Film über Leben und Werk der Bildenden Künstlerin Angelika Nain. Der Regisseur Klaus Peter Karger wird im Anschluss an die Vorstellung zum Filmgespräch mit dem Publikum anwesend sein.
Wenn Filme über Bildende Künstler*innen ins Kino kommen, dann behandeln sie in der Regel namhafte Persönlichkeiten. Mit seinem Dokumentarfilm „Die Treibende Kraft“ widmet sich der Regisseur Klaus Peter Karger hingegen einer weitgehend unbekannten Künstlerin, die es aber gleichwohl zu entdecken lohnt.
Es verbinden sich bei ihr künstlerisches Schaffen und politisches Engagement. Seit vielen Jahren kümmert sie sich um Geflüchtete, hat sich mit Kolonialismus und Postkolonialismus beschäftigt und war mit ihrem Lebenspartner Teil der Crew auf einem Seenot-Rettungsschiff zwischen Libyen und Italien. All diese Erfahrungen, aber auch die Reflexion über das Werden und Vergehen im eigenen Garten, prägen ihre Werke. »Es war mir ein Anliegen, diesem Menschen, der von einem humanistischen Standpunkt aus handelt, einen Film zu widmen«, so der Regisseur. »Gerade in dieser Zeit, in der Migration von Teilen unserer Gesellschaft als störend empfunden wird.«
Gleichzeitig steht Angelika Nain, was ihre prekäre Erwerbssituation angeht, exemplarisch für die große Mehrheit der schätzungsweise 50.000 Bildenden Künstler*innen in Deutschland. Vor 30 Jahren hat sie beschlossen, vom Kunstschaffen leben zu wollen. In mehr als 50 Einzel- und Gruppenausstellungen waren seitdem ihre Werke zu sehen – Malerei, Objekte, Druckgrafik. Doch finanziell auskömmlich war das nie, ohne Nebenjobs kein Künstlerleben. Kann man trotzdem ein mit seinem Leben zufriedener Mensch sein?
Wo der Film bisher im Kino lief, hat er viele Zuschauer berührt. »Ein empathisches Porträt über eine beeindruckende Persönlichkeit«, urteilte der Filmkritiker Andreas Köhnemann auf kino-zeit.de. Das Online-Magazin filmdienst.de sprach von »aufschlussreichen Einblicken in die Künstlerinnenexistenz.« Und eine Zuschauerin in Tettnang schrieb nach dem Kinobesuch in einer E-Mail: »Ich war tief beeindruckt von ihren Porträts, ihrem künstlerischen Arbeiten und von ihren Einstellungen und der Art wie sie leben (…) Ich ging bestärkt und beseelt von diesem Abend nach Hause.«

