Klimaanpassung

Mitten im Klimawandel – Was können wir tun?

Als Folge der Klimakrise treten extreme Wetterereignisse häufiger auf. Um die Auswirkungen zu begrenzen und möglichst zu vermeiden, müssen wir vorsorgen und uns an die Klimaänderungen anpassen. Dazu sind viele Maßnahmen nötig, die alle Lebensbereiche betreffen.

Ein Schaubild zeigt Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels
Grafik: www.klimaatlas-bw.de/klimaanpassung

Klimaanpassungskonzept

Im Klimaatlas BW der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg kann das Klimaprofil für jede Gemeinde in Baden-Württemberg eingesehen werden. Das Klimaprofil für Weingarten enthält kompakte Informationen zum Klima der Vergangenheit und Zukunft.

Um dem Klimawandel auf kommunaler Ebene zu begegnen, hat der Gemeindeverband Mittleres Schussental (Verbandskommunen Ravensburg, Weingarten, Baienfurt, Baindt und Berg) 2021 ein gemeinsames Klimaanpassungskonzept in Auftrag gegeben. Im August 2023 wurde dieses wegweisende Konzept fertiggestellt und am 26. Oktober 2023 durch die Verbandsversammlung beschlossen.

Titelseite der Broschüre "Mitten im Klimawandel" mit Symbolbildern

KlimAzubi

Gruppenbild mit mehr als 20 Personen vor einem See
Kurstag vier, Exkursion "Auf den Spuren des Klimawandels in der Region": Die KlimAzubis in Langenargen am Bodensee (Bild: ifpro, Carla van der Meyden)

In der zehntägigen Fortbildungsreihe zum Thema Klimawandelanpassung lernen 26 Auszubildende aus den Verwaltungen der Städte Weingarten, Ravensburg sowie der Gemeinde Baienfurt und des Landkreises die Herausforderungen des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf die öffentliche Verwaltung. Zentrales Element der Fortbildung ist die Entwicklung eines eigenen Klimaanpassungsprojekts in Kleingruppen. Während der Projektarbeit erhalten die Teilnehmenden Unterstützung von den Klimaschutz- und Klimaanpassungsbeauftragten der teilnehmenden Verwaltungen. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln der Privatlotterie Glücksspirale und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg. Das Fortbildungsinstitut ifpro aus Freiburg leitet das Projekt.

Zukunftsgrün | Spiel ohne Grenzen

Logo des Projekts Zukunftsgrün mit grünem Schriftzug

Die Stadt Weingarten nimmt am Projekt "Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün" teil. Das Ziel des Interreg-Projektes Zukunftsgrün ist es, Maßnahmen im Bereich Klimawandelanpassung, Klimaschutz und Schutz der Biodiversität gemeinsam umzusetzen und Lösungen für eine zukunftsfähige Gestaltung aufzuzeigen. 

An dem spielerischen Wettbewerb nehmen 13 Kommunen aus Deutschland, Österreich und Schweiz im grenzübergreifenden Bodenseeraum teil. Ziel ist es, Punkte in den Bereichen Soziales, Klimawandelanpassung und Biodiversität zu erhalten. Der Punktestand von Weingarten kann auf der Spielwiese nachgeschaut werden.

Nachfolgend sind die Kriterien mit Zahlennachweisen aufgeführt.

  • Kriterium "Öffentliche Bildungseinrichtungen mit Naturerlebnisräumen in Gehweite": Von 25 Bildungseinrichtungen (Kindergarten, Schulen, Hochschulen) haben 22 Bildungseinrichtungen ausreichend Naturerlebnisraum in Gehweite.
  • Kriterium "Verhältnis Dachbegrünung in Quadratmetern zu Einwohnerzahl": Weingarten hat einen Grünflächenindex von ca. 2,1 m2 pro Person (Luftbild Stand 2024)
  • Kriterium "Anteil naturnah gepflegter öffentlicher Flächen an allen öffentlichen Grünflächen": 26 Prozent der öffentlichen Grünflächen sind in Weingarten naturnah bzw. extensiv gepflegt.
  • Kriterium "Kultur- und Naturlandschaftsrelikte": In Weingarten gibt es vier Naturdenkmäler: (1) Stieleiche beim Meisterhof, (2) Stieleiche beim Mahnmal des Ostens, (3) Gemeine Eibe beim Haus der Familie, (4) Linden auf dem Hermann-Egle-Platz. Darüber hinaus gibt es mehrere Streuobstwiesen und den Schwanen- und Kreuzbergweiher als Kulturdenkmäler.
  • Kriterium "Förderung lokaler Tierrassen": Es wurde eine Maßnahme umgesetzt. Schafe aus Bergatreute übernehmen die Pflege des Hangs am Vorderen Ochsen.

Mehr Infos zu Zukunftsgrün gibt es auch auf Instagram unter zukunftsgruen_spiel.

Hochwasserschutz und Starkregenrisikomanagement

Mehr Infos gibt es unter Katastrophenschutz.

Hitzeschutz

Der Hitzeknigge ist eine konkret formulierte Hilfe für die Bevölkerung und insbesondere vulnerable Gruppen, die Hitzegefahren benennt und Empfehlungen zum Hitzeschutz gibt.

Förderhinweis Klimaanpassungsmanagement

Die Stelle der Klimaanpassungsmanagerin bei der Stadt Weingarten wurde im Rahmen der Förderung „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ der Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) und zu „Maßnahmen des Natürlichen Klimaschutzes und naturbasierten Lösungen“ im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) generiert.

Die Klimaanpassungsmanagerin soll durch die Bereitstellung von Informationen, Öffentlichkeitsarbeit, Moderation, Sensibilisierung, Mobilisierung und übergreifendem Management die Umsetzung der Anpassungsmaßnahmen begleiten, unterstützen und sicherstellen.

Mit der Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts sollen die notwendigen Anpassungsprozesse möglichst frühzeitig, systematisch und integriert in Übereinstimmung mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung angegangen werden. Damit sollen gleichzeitig die Chancen durch die Folgen des Klimawandels genutzt und die Risiken abgemildert werden. Durch das geförderte Projekt wird die Anpassungsfähigkeit der Stadt Weingarten sowie der Erhalt und die Stärkung der Biodiversität erhöht.

Das Förderprojekt 
Logo des Bundesumweltministeriums und des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz

Kontakt

Alena Spranger
Klimaanpassungsmanagement
Telefon 0751 405-691