Pilgerfest zum 20-jährigen Bestehen der Pilgerskulptur

Eine überlebensgroße Edelstahlfigur steht auf einem Plat, außerdem viele Menschen.
Ein Blick zurück ins Jahr 2006: Unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit konnte Weingartens damaliger Oberbürgermeister Gerd Gerber (+2018) die überlebensgroße Pilgerskulptur an der „Sammlung“ enthüllen.

An diesem Wochenende feiern die Kirche und die Stadt in Weingarten den 20. Geburtstag ihrer Pilgerskulptur. Die musikalisch umrahmte Veranstaltung findet am Samstag, 26. September 2026, ab 15 Uhr vor Ort auf der Freifläche im Bereich Ochsengasse / Scherzachstraße statt.

Die katholische Gesamtkirchengemeinde und die Stadt als gemeinsame Veranstalter greifen zum Jubiläum den bis 2018 geführten Brauch eines jährlichen Pilgerfestes wieder auf. Im Gespräch mit der Initiatorin des Denkmals, Elisabeth Biegert, erinnert sich Dezernatsleiter Rainer Beck von der Stadtverwaltung an die Geburtsstunde der Pilgerskulptur vor nunmehr zwei Jahrzehnten. Dekan Ekkehard Schmid und die neue evangelische Pfarrerin Eva Ulmer begleiten die kleine Feierstunde mit einem Impuls zum Jakobsweg und einem Gebet. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Konrad Wolf und Sylvie Duck mit eingängigen Pilgerliedern. Die Ministranten der Kirchengemeinde St. Martin übernehmen die Bewirtung.

Die sternendurchsetzte Pilgerskulptur stammt aus der Feder des international anerkannten brasilianischen Sakralkünstlers Claudio Pastro (+2016). Der Kunstschmiedemeister Martin Tretter aus Neuravensburg hat sie in Edelstahl umgesetzt. Die Finanzierung konnte die mit dem brasilianischen Künstler verbundene Weingartenerin Elisabeth Biegert damals dank großzügiger Spenden und einem Zuschuss der Stadt in kurzer Zeit auf die Beine stellen. Seither steht die direkt am Pilgerweg gelegene überlebensgroße Figur für die Bedeutung Weingartens als wichtige Station auf dem oberschwäbischen Teil des Jakobsweges. Sein Ziel: Die rund 2.000 Kilometer entfernte Stadt Santiago de Compostela im Norden Spaniens, in deren Kathedrale die sterblichen Überreste des biblischen Apostels Jakobus verehrt werden.

Die Veranstaltung findet nur bei trockener Witterung statt.