Eingebettet in den am 15. Juli 2021 in der Verbandsversammlung beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan des Gemeindeverbandes Mittleres Schussental, soll in einem Gemeinschaftsprojekt der Städte Friedrichshafen, Ravensburg und Weingarten, der Gemeinden Meckenbeuren, Baienfurt und Baindt eine Radschnellverbindung (RS 9) von Friedrichshafen nach Baindt entstehen.
Wohnen und Arbeiten rücken immer weiter auseinander, dabei entstehen längere Wege und insgesamt mehr Verkehr. Mit der Radschnellverbindung verfolgt die Region das Ziel, eine Verlagerung der – derzeit vom MIV-geprägten Pendelverflechtungen – zwischen den Oberzentren Weingarten-Ravensburg, Meckenbeuren und Friedrichshafen hin zum Radverkehr zu schaffen und hierüber nicht nur das Straßennetz zu entlasten, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Koordiniert wird das gemeinsame Vorhaben durch den Regionalverband Bodensee-Oberschwaben. Der Bund und das Land Baden-Württemberg finanzieren die Umsetzung der Radschnellverbindung.
Bisherige Meilensteine:
- 2019: Machbarkeitsstudie für die Gesamtstrecke abgeschlossen
- 2020: Förderzusage von Bund und Land; Projektleitung durch den Regionalverband
- 2022–2023: Variantenentwicklung und erste politische Beratungen in Weingarten (u. a. Technischer Ausschuss, Abstimmung mit Fachbehörden)
- April 2024: Gemeinderat empfiehlt Vorzugstrasse V3 sowie V2 als Alternative
- 2024–2025: Vertiefende Untersuchungen, insbesondere zum Abschnitt „Kreiscampus“
- Dezember 2025: Voruntersuchung empfiehlt Variante V2 (L 313) für den Gesamtabschnitt Weingarten
- März 2026: Vorlage der Unterlagen beim Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg zur finalen Entscheidung